Handtücher des Todes

Jetzt, eine Woche nach dem unabsichtlichen Kampf mit meinem Handtuch, muss ich sagen: Lasst Euch nicht von Douglas Adams in die Irre führen! Handtücher sind unsere Feinde!

Ja, die Theorie, dass es kaum etwas nützlicheres als Handtücher im Universum gibt, ist auf den ersten Blick nachvollziehbar, aber letzten Endes halt doch nur Populismus. Eine einfache Erklärung, die über den komplizierten Kampf hinwegtäuscht, den unsere kuscheligen Freunde gegen uns führen!

Meines lauerte unscheinbar am Boden, um mich letzte Woche bei einem schnellen und uninspirierten Sprung hinter den Schreibtisch (um eine dumme Autoplay-Werbung stummzuschalten!) derart fies durch plötzliches Wegrutschen anzugreifen, dass ich bei meinem Sturz Bekanntschaft mit gleich zwei Regalen und meinem Bett machte. Und die verliefen alle nicht ganz schmerzfrei.

Ich kann nicht einmal mehr erklären, welches Möbelstück nun welche Verletzung nach sich zog, aber neben einem aufgeschürften linken Bein habe ich einen Schnitt am linken Handgelenk, einen Kratzer an der rechten Hand, einen imposanten Bluterguss am Steißbein und immer noch so dreist miese Schmerzen im Rücken beim Aufstehen, dass ich die Woche schon scherzhaft und nicht sehr taktvoll angemerkt habe, dass ich jetzt verstehe, weswegen noch ältere Leute nach Stürzen im Haushalt gerne sterben: Weil sie sich DEN Scheiß echt nicht mehr antun wollen!

Ja, es ist die ganze Woche über schon besser geworden, sonst hätte ich einen Arzt konsultiert. Aber mein vorheriger Versuch, sich in der Straßenbahn hinzusetzen, hat mich wesentlich mehr aufs Rentenalter vorbereitet, als es die Grundausbildung auf einen Kriegseinsatz als Soldat tut.
(Wobei das vermutlich ausgerechnet Bundeswehrangehörige nicht überraschen wird)

Deswegen noch einmal zu den Handtüchern: Ich weiß, dass man sich schon sicher fühlt, wenn man sie zu Boden gebracht hat. Dieser Sieg mag bisweilen ausreichen. Um aber wirklich sicher sein zu können, muss man sie aufhängen!