Hitzefrei!

Hitzefrei. Im Sinne von "frei von Hitze". Endlich. Endlich.

Ich hab den kompletten Blogeintrag über Woche 14 im Sumpf der allesumschlingenden Hitze verloren. In jeder Anmerkung zu den einzelnen Tage steht irgendwo "heiß", "noch heißer", "scheißheiß" und ähnliches.

Natürlich gab es wie immer viel zu tun, ich habe letzte Woche ja sogar gearbeitet. Inklusive Anfahrt in öffentlichen Verkehrsmitteln bei 38°C im Schatten. Im Grunde einen eigenen Roman wert, aber am Tagesende saß ich dann doch nur etwas würdelos weil aus allen Poren gleichermaßen schwitzend vor dem PC, den ganzen Tag mit nur drei Duschunterbrechungen durchgegart und habe mich gerade noch zum Minimalstprogramm aufraffen können, das natürlich nur noch aus Netflix und Youtube bestand. An guten Tagen hat's für zwei Missionen bei GTA gereicht, die ich schon achtmal gespielt und deswegen auch im Hitzekoma relativ unfallfrei hinbekommen habe. Wobei unfallfrei ein Wort ist, das man im Zusammenhang mit GTA eher vermeiden sollte, weil es ein Synonym für Langeweile sein könnte, ja: müsste.

Und so ist es ja auch gemeint. Mehr als "abschalten" ging nicht bei den Temperaturen, und dieses Wort beschreibt ja erst recht nur sehr unzureichend, was in gegarten Gehirnen so vor sich geht.

Und obwohl das Unwetter heute Nacht eigentlich eher meinen Unmut erregte, ob der Ereignislosigkeit, die mit ihm einherging, ist es in den Folgestunden dennoch langsam abgekühlt. Ja, nicht sonderlich weit. In meinem Zimmer trotz nachts ganz geöffnetem Fenster sind es immer noch 26,5C, aber es fühlt sich sehr viel besser als 31,1 an.

Ja, ich schwitze gerade immer noch, aber nach einem kleinen Außeneinsatz und einem heißen Gemüseeintopf mit Tabasco ist das auch wieder ein ganz anderes Thema und hat nix mit der zermürbenden Hitze zu tun.

Größer als jetzt durch das Wissen, dass es dieses Wochenende vielleicht wirklich unter 30°C bleiben wird, wird meine Entspannung kaum mehr werden. Das muss jetzt so. Ich hole mir erst einmal ein Eis als Dessert aus der Gefriere!